Spürst Du Dich noch – oder funktionierst Du nur noch?

Der April ist für mich jedes Jahr eine Einladung.

Eine Einladung zum Aufbruch, zum Innehalten und zum Neuverbinden. Denn alles, was wirklich wachsen will, braucht Zeit. Zeit für innere Sammlung, für Klärung und für den Mut, wieder in echten Kontakt zu kommen mit uns selbst, mit anderen und mit dem, was uns im Innersten bewegt.

Gerade heute scheint mir das wichtiger denn je. Viele Menschen funktionieren nur noch. Sie erledigen, reagieren, halten durch und verlieren dabei Stück für Stück den lebendigen Bezug zu sich selbst. Sie sind aktiv, aber nicht wirklich verbunden. Sie leisten weiter und spüren sich immer weniger. Genau an dieser Stelle wird für mich das Thema Resonanz so bedeutsam.

Ich freue mich deshalb sehr, vom 15. bis 17. Mai 2026 beim 45. DGTA-Kongress in Lindau am Bodensee dabei zu sein. Unter dem Motto „Ich & Wir in Resonanz zur Welt“ widmet sich der Kongress einer Frage, die aktueller kaum sein könnte: Wie können Verbindung, Beziehung und gesellschaftlicher Dialog gelingen in einer Zeit, die von Beschleunigung, Polarisierung und wachsendem Orientierungsverlust geprägt ist?

Besonders berührt mich, dass ich auf dem Kongress zum ersten Mal gemeinsam mit meiner Tochter Paulina Landschof dort am Samstag, 16.05.2026 von 14:30 bis 16:00 Uhr den Workshop „Zwischen Ich und Wir: Resonanzräume für berufliche Neuorientierung“ gestalten werde.

Schon diese Zusammenarbeit empfinde ich als etwas sehr Stimmiges: zwei Generationen im Dialog über ein Thema, das heute viele Menschen bewegt und das uns beide auf unterschiedliche Weise geprägt hat.

Und vielleicht genau deshalb so viele Menschen erreicht…

 In unserem Workshop geht es um die tiefere Frage, wie Menschen wieder Anschluss an sich selbst, an andere und an ihre Arbeit finden können. Im Workshop verbinden wir Transaktionsanalyse mit Übungen aus Embodiment und Resonanzpraxis, reflektieren eigene Muster und erkunden, wie neue berufliche Perspektiven dort entstehen, wo etwas innerlich wieder lebendig wird.

Hartmut Rosa, auf den wir uns dabei beziehen, formuliert einen Gedanken, den ich außerordentlich hilfreich finde: Wenn Beschleunigung das Problem ist, dann ist Resonanz vielleicht die Lösung. Er beschreibt Resonanz als eine gelingende Beziehung zur Welt und als ein lebendiges Antwortgeschehen. Resonanz erinnert uns daran, dass Lebendigkeit nicht aus Beschleunigung entsteht, sondern aus Beziehung.

Auch die Transaktionsanalyse leistet hierzu aus meiner Sicht einen wichtigen Beitrag: Sie unterstützt Menschen darin, sich selbst bewusster wahrzunehmen, alte Muster zu erkennen und den Kontakt zu den eigenen Bedürfnissen, Gefühlen und inneren Erlaubnissen wiederzugewinnen. Sie fördert Beziehungsfähigkeit und eine klarere Wahrnehmung dessen, was im Kontakt stärkt oder entfremdet. So kann TA dazu beitragen, Resonanzfähigkeit weiterzuentwickeln mit sich selbst, mit anderen Menschen und mit der eigenen Arbeit.

(Mehr Infos zum TA-Kongress, Ticketbuchung und was dich dort noch alles erwartet, findest du hier.)

Vielleicht magst Du Dir in diesem Moment zum Abschluss drei Fragen stellen:

  • Wo erlebe ich im Moment Lebendigkeit?
  • Was oder wer bringt mich innerlich zum Klingen?
  • Und an welchen Stellen bin ich nur noch im Funktionieren? 

Wenn Du Dir auf Deinem Weg Resonanz und Begleitung wünschst, findest Du im Beraterwerk Hamburg unterschiedliche Möglichkeiten:

Von fundierten Weiterbildungen in Transaktionsanalyse über Begleitung in beruflicher Neuorientierung bis hin zu Coaching für Führungskräfte.

Formate wie die TA-Masterclass, das Skriptseminar oder die Supervisionsausbildung bieten dafür einen klaren Rahmen.

Ich wünsche Dir von Herzen eine gute Osterzeit.

Tage mit Ruhe, mit Licht, mit freundlichen Begegnungen und mit Momenten, in denen Du Dich spüren kannst.

Möge dieses Osterfest Dir nicht nur Erholung schenken, sondern auch den Mut & die Zuversicht für alles, was in Dir neu werden möchte.

Herzlich

Andrea

Kontakt